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Organisation der Sozialversicherung Griechenland

Änderungsdienst
veröffentlicht am

20.08.2019

Änderung

Die GRA wurde aufgrund der Neuorganisation des griechischen Rentenversicherungssystems überarbeitet (vergleiche insbesondere Abschnitte 1, 2, 3, 4, 5 sowie 5.1 und 5.2). siehe Hinweis SB, insbesondere griech. Aufzeichnung vom 07.06.2017 (AC 377/17), Schreiben der EFKA vom 17.07.2017

Dokumentdaten
Stand17.05.2018
Version001.00

Organisation der Sozialversicherung

Die griechische Verfassung garantiert die soziale Sicherung in umfassender Weise. In ihr ist die Verpflichtung des Staates, die soziale Sicherheit der arbeitenden Bevölkerung zu gewährleisten, festgeschrieben.

Das griechische System der sozialen Sicherheit umfasst:

  • die Krankenversicherung,
  • die Mutterschafts-/Vaterschaftsversicherung,
  • die Rentenversicherung,
  • die Arbeitslosenversicherung,
  • Familienleistungen und
  • besondere Fürsorgeleistungen.

Eine eigenständige Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten gibt es nicht. Diese Risiken werden durch die Krankenversicherung und Rentenversicherung abgedeckt. Ebenso ist keine eigenständige Pflegeversicherung vorgesehen. Bestimmte Pflegeleistungen werden aus der Rentenversicherung oder von der Sozialfürsorge erbracht.

Das System der sozialen Sicherheit wurde bis zu seiner im Jahr 2008 Reform von einer großen Anzahl von Versicherungskassen in einer Vielzahl von Versicherungssystemen getragen. Durch Fusionen hatte sich die Vielzahl der Versicherungskassen innerhalb der jeweiligen Versicherungssysteme jedoch bis 2016 stark vermindert.

Mit dem Gesetz Nr. 4387/2016 wurde das System der sozialen Sicherheit erneut umfassend reformiert und neu organisiert. Zu den wichtigsten Trägern des Sozialversicherungssystems zählen heute:

  • Einheitliche Sozialversicherungskasse (EFKA)
    Die EFKA (Eniaios Foreas Koinonikis Asfalisis) wurde zum 01.01.2017 geschaffen. Sie ist insbesondere für die Gewährung der Hauptrenten (vergleiche auch Abschnitt 2) und von Geldleistungen bei Krankheit zuständig.
  • Nationale Organisation zur Bereitstellung von Gesundheitsleistungen (EOPYY)
    Das EOPYY (Ethnikos Organismos Parochis Ypiresion Ygias) ist für die Erbringung von Sachleistungen im Krankheitsfall zuständig. Geldleistungen bei Krankheit werden seit 01.01.2017 von der EFKA gezahlt.
  • Amt für die Gesundheitsversorgung der Versicherten des öffentlichen Dienstes (OPAD)
    Das OPAD (Organismos Perithalpsis Asfalismenon Dimosiou) ist für die Gewährung von Geldleistungen bei Krankheit und Mutterschaft beziehungsweise Vaterschaft an Beamte und ihnen gleichgestellte Personen zuständig. Für die Erbringung von Sachleistungen im Krankheitsfall ist das EOPYY zuständig.
  • Landwirtschaftlicher Versicherungsverband (OGA)
    Die OGA (Organismos Georgikon Asfaliseon) war bis 31.12.2016 Träger des Versicherungssystems der Arbeitnehmer und Selbständigen in der Landwirtschaft. Seit 01.01.2017 obliegt der EFKA die Gewährung der Hauptrenten (vergleiche Abschnitt 2) sowie der Geldleistungen bei Krankheit, Mutterschaft oder Vaterschaft an Arbeitnehmer und Selbständige der Landwirtschaft.
    Die OGA bleibt ab 01.01.2017 für die Gewährung von Sozialhilfeleistungen für besondere Personengruppen und von Renten an betagte, nicht versicherte Personen zuständig.
  • Rentenkasse der Seeleute (NAT)
    Die NAT (Naftiko Apomachiko Tameio) war bis 31.12.2016 unter anderem für die Gewährung der Hauptrenten an Seeleute zuständig. Diese Aufgabe obliegt seit 01.01.2017 allein der EFKA (vergleiche auch Abschnitt 2).
    Die NAT bleibt ab 01.01.2017 für die Gewährung von Sozialhilfeleistungen für besondere Personengruppen zuständig.
  • Hauptrechnungsamt des Ministeriums für Finanzen (GLK)
    Das Hauptrechnungsamt des Ministeriums für Finanzen (GLK - Geniko Logistirio tou Kratous) ist für die Gewährung von Familienleistungen an Beamte zuständig.
    Die Gewährung der Hauptrenten an Beamte obliegt seit 01.01.2017 der EFKA (vergleiche Abschnitt 2).
  • Einrichtung für die Beschäftigung der Arbeitskräfte (OAED)

OAED (Organismos Asfalisis Ergatikou Dynamikou) ist unter anderem für die Beschäftigungsförderung und die Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zuständig.

Organisation der Rentenversicherung

Das griechische Rentenversicherungssystem basiert auf zwei Säulen. Die erste Säule umfasst die Hauptrentenversicherung und die Zusatzrentenversicherung (vergleiche Abschnitt 3). Die berufsspezifische Zusatzversicherung bildet die zweite Säule.

Das System der Hauptrentenversicherung war bis zu seiner umfassenden Reformierung in den Jahren 2008 und 2016 durch eine Vielzahl von Versicherungsträgern geprägt. Der Grund dafür war im Wesentlichen, dass zu keinem Zeitpunkt ein einheitliches Sozialversicherungssystem eingeführt wurde, sondern nach und nach Sicherungssysteme entstanden, in die bestimmte Bevölkerungsgruppen anhand beruflicher Kriterien einbezogen wurden.

Mit dem Gesetz Nr. 3655/2008 über die „Verwaltungs- und Organisationsreform des Sozialversicherungssystems und sonstige Regelungen zur Sozialversicherung“ hatte sich die Vielzahl der Versicherungskassen durch Fusionen von Kassen beziehungsweise durch Eingliederung kleinerer Kassen in größere Kassen bereits stark vermindert. So bestanden am 01.10.2008 für den Bereich der (Haupt-)Rentenversicherung nur noch folgende sieben Hauptrentenversicherungsträger:

  • IKA-ETAM für abhängig Beschäftigte sowie für Beamte und ihnen gleichgestellte Personen (vergleiche Abschnitt 2.1),
  • OGA für die Arbeitnehmer und Selbständigen in der Landwirtschaft (vergleiche Abschnitt 2.2),
  • OAEE für die Händler und Gewerbetreibenden (vergleiche Abschnitt 2.3),
  • ETAA für die Angehörigen der freien Berufe (vergleiche Abschnitt 2.4),
  • ETAP-MME für die Beschäftigten in der Medienbranche (vergleiche Abschnitt 2.5),
  • GLK für die Beamten und ihnen gleichgestellten Personen (vergleiche Abschnitt 2.6) und
  • NAT für die Seeleute (vergleiche Abschnitt 2.7).

Zum 01.01.2017 wurden die Rentenabteilung der OGA, die Pensionsabteilung des GLK sowie alle übrigen Träger in die mit dem Gesetz Nr. 4387/2016 neu geschaffene Einheitliche Versicherungskasse (EFKA - Eniaios Foreas Koinonikis Asfalisis) integriert. Die EFKA ist damit alleiniger Träger der Hauptrentenversicherung. Sie hat alle Versicherten der eingegliederten sieben ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger übernommen und versichert ab 2017 damit alle nach griechischen Rechtsvorschriften versicherungspflichtigen Personen. EFKA gewährt den bei ihr versicherten Beschäftigten, selbständig Tätigen und Beamten unter Beachtung einheitlicher Regelungen Renten im Fall der Invalidität, des Alters und des Todes. Diese Leistungen erhalten auch (nicht versicherte) Personen, wenn sie in Griechenland gewohnt haben. Das neue einheitliche Versicherungssystem Griechenlands ist insofern als kombiniertes Beschäftigtenrentensystem und Wohnrentensystem ausgestaltet.

Die Leistungen der EFKA werden für Arbeitnehmer, für die meisten Selbständigen sowie für die Beamten durch entsprechende Leistungen aus der Zusatzrentenversicherung ergänzt (vergleiche Abschnitt 3).

Seit dem 01.07.2013 werden sowohl Hauptrenten als auch Zusatzrenten durch die IDIKA AG (Ilektroniki Diakyvernisi Kinonikis Asfalisis AE), Elektronische Verwaltung der Sozialversicherung AG, ausgezahlt. Im Rahmen ihrer Zahlstellenfunktion erfasst die IDIKA AG auch die ihr übermittelten Daten zu den Rentenansprüchen und Rentenhöhen, um diese zu kontrollieren, gegenzuprüfen und mit den Steuerdaten zu verknüpfen.

Allgemeines Rentensystem für Arbeitnehmer (ehemals IKA-ETAM)

Das Allgemeine System für Arbeitnehmer wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der IKA-ETAM (Idryma Koinonikon Asfaliseon - Eniaio Tameio Asfalisis Misthoton), Institut für Sozialversicherung - Einheitliche Versicherungskasse für Arbeitnehmer verwaltet.

Die IKA-ETAM versicherte bis 31.12.2016 Arbeitnehmer, die in Griechenland oder im Ausland bei einem Arbeitgeber, der seinen Sitz in Griechenland hat, abhängig beschäftigt waren, sofern für sie wegen dieser Beschäftigung bei keinem anderen Träger der Hauptversicherung Versicherungspflicht eintrat.

Sie erfasste in ihrem sogenannten Hauptversicherungszweig insbesondere

  • abhängig Beschäftigte des privaten Sektors sowie

seit dem 01.08.2008 aufgrund der mit dem das Gesetz Nr. 3655/2008 verfügten Eingliederung von Versicherungskassen auch

  • die Beschäftigten der (öffentlichen) Banken und Versicherungsgesellschaften und
  • die Beschäftigten bestimmter öffentlicher Unternehmen.

Im Einzelnen wurden, zum Teil unter Beibehaltung ihrer eigenen gesetzlichen Regelungen, folgende Kassen in die IKA-ETAM eingegliedert:

TAYSO, TSEAPGSORenten- und Vorsorgekasse für das Personal landwirtschaftlicher Genossenschaften
TAP-ETBAVersicherungskasse für das Personal der Bank für industrielle Entwicklung
TAP-OTEVersicherungskasse für das Personal der Fernmeldeanstalt von Griechenland
TAPAE-ETHNIKIVersicherungskasse für das Personal der Versicherungsgesellschaft „Ethniki“
TAP-ISAPRentenkasse für das Personal der Elektrischen Eisenbahnen Athen-Piräus
TSP-ATERentenkasse für das Personal der Landwirtschaftsbank
TSP-THERentenkasse für das Personal der Heilanstalt „Evangelismos“
TSP-ETERentenkasse für das Personal der Nationalbank Griechenlands
TSPTE(K)Rentenkasse für das Personal der Bank von Griechenland und der Hypothekenbank
YAP-DEIVersicherungskasse des Personals der öffentlichen Elektrizitätswerke
YAY-OLPVersicherungskasse des Hafenamtspersonals von Piräus

Die IKA war bis 31.12.2016 im Rahmen einer besonderen Zuständigkeit auch für die Verwaltung des besonderen Pensionssystems für die den Beamten gleichgestellten Personen, die ihren Dienst erstmalig vor dem 01.01.2011 aufgenommen haben, zuständig. Diese Aufgabe wurde innerhalb der IKA von der Direktion für Renten für Beschäftigte juristischer Personen des öffentlichen Rechts wahrgenommen (vergleiche auch Abschnitt 2.6).

Beim Hauptversicherungszweig der IKA-ETAM waren damit auch pflichtversichert

  • Beamte (auch auf Widerruf) des öffentlichen Dienstes, des Parlaments, der juristischen Personen des öffentlichen Rechts und der Selbstverwaltungsorgane,
  • Geistliche und Angestellte der kirchlichen juristischen Personen des öffentlichen Rechts sowie
  • Berufssoldaten,

die ihren Dienst nach dem 31.12.2010 erstmalig aufgenommen hatten. Eine Versicherung im besonderen Pensionssystem für die Beamten und ihnen gleichgestellten Personen (vergleiche Abschnitt 2.6) war für diesen Personenkreis nicht mehr möglich. Vor dem 01.01.2011 eingestellte Personen hatten die Möglichkeit, sich auf eigenen Wunsch beim Hauptversicherungszweig der IKA-ETAM zu versichern.

Rentensystem für Arbeitnehmer und Selbständige in der Landwirtschaft (ehemals OGA)

Das Rentensystem für Arbeitnehmer und Selbständige in der Landwirtschaft wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der OGA (Organismos Georgikon Asfaliseon), Landwirtschaftlicher Versicherungsverband verwaltet.

Es erfasste bis 31.12.2016 im Rahmen einer Pflichtversicherung

  • selbständige Landwirte, die persönlich, regelmäßig und hauptberuflich in der Agrarwirtschaft tätig sind,
  • in der Landwirtschaft Beschäftigte,
  • landwirtschaftliche Saisonarbeiter (seit 01.01.2004),
  • Fischer, sofern sie nicht bei einem anderen Versicherungsträger versichert sind,
  • Geschäfts- und Gewerbetreibende, die ihre Tätigkeit in Orten mit bis zu 2000 Einwohnern ausüben und nicht bei der OAEE (vergleiche Abschnitt 2.3) versichert sind, sowie
  • Erwerbstätige in Städten oder Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern, sofern sie nicht bei einem anderen Versicherungsträger versichert sind.

Im Hinblick auf die Pflichtversicherung bei der OGA bestand für Eheleute eine Besonderheit. Waren beide dem Grunde nach bei der OGA versicherungspflichtig, so war die Versicherung nur für einen der Ehepartner obligatorisch. Der andere Ehepartner konnte sich auf Wunsch freiwillig pflichtversichern.

Mönche und Nonnen, die sich in irgendeiner Weise mit landwirtschaftlichen Arbeiten befassen, konnten sich bei der OGA freiwillig versichern.

Beschäftigungszeiten in der griechischen Landwirtschaft wurden seit 01.01.1998 ab dem Jahr, in dem der Versicherte das 22. Lebensjahr vollendet, anerkannt (bis 31.12.1997 ab dem Jahr, in dem das 21. Lebensjahr vollendet wurde).

Bis 31.12.1997 wurden bei Ausübung einer Beschäftigung in der Landwirtschaft keine Beiträge erhoben. Seit 01.01.1998 wurden Beiträge erhoben, wobei die Versicherten für die Entrichtung zwischen 7 Beitragsklassen wählen konnten.

Beachte:

Die OGA zahlt im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit und Fürsorge weiterhin Renten an betagte, nicht versicherte Personen. Der Bezug einer solchen Rente bedeutet aber nicht, dass auch Versicherungszeiten bei der OGA zurückgelegt wurden.

Rentensystem der Händler und Gewerbetreibenden (ehemals OAEE)

Das Rentensystem der Händler und Gewerbetreibenden wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der OAEE (Organismos Asfalisis Eleftheron Epangelmation), Anstalt für soziale Sicherheit der Selbständigen verwaltet.

Die OAEE wurde am 01.03.1999 durch Zusammenschluss folgender Kassen gegründet:

TAEVersicherungskasse der Händler
TEBEVersicherungskasse der Handwerker und Gewerbetreibenden
TSARentenkasse der Kraftfahrzeughalter

Von diesem Zeitpunkt bestand für

  • Personen, die einen den Versicherungskassen TAE, TEBE oder TSA unterliegenden Beruf ausüben,
  • das fest angestellte Personal der TSA sowie
  • Hoteliers, die ihre Tätigkeit nach dem 01.03.1999 aufgenommen haben,

eine Pflichtversicherung bei der OAEE. Hoteliers, die ihre Tätigkeit vor dem 01.03.1999 aufgenommen haben, konnten sich freiwillig bei der OAEE versichern.

Trotz des Zusammenschlusses der TAE, TEBE und TSA wendeten diese weiterhin das bisher für ihre Versichertengruppe geltende Leistungsrecht gesondert an. Erst mit ihrer endgültigen Auflösung zum 01.01.2007 erfolgte die tatsächliche Übernahme der Kassen zur OAEE mit einheitlichen Bestimmungen für Versicherte und Rentner.

Zum 01.08.2008 wurden mit dem Gesetz Nr. 3655/2008 folgende Versicherungskassen in die OAEE eingegliedert:

TANPYVersicherungskasse der Marineagenten und Marineangestellten
TAPEAPIVersicherungskasse für das Personal von Pferderennbahnen
TPXVersicherungskasse für Hotelbesitzer

Bei der OAEE waren damit bis 31.12.2016 insbesondere versichert:

  • Gewerbetreibende,
  • Händler,
  • Börsenmakler,
  • Makler,
  • Mitarbeiter der Geldbörse Athens,
  • Kinounternehmer,
  • Zollagenten,
  • Betreiber von Privatkliniken und Kurhäusern,
  • Berufskraftfahrer,
  • Fahrlehrer,
  • Theaterautoren, Schriftsteller und Dichter,
  • Bootsführer,
  • Gesellschafter und Teilhaber von Konsortien,
  • Verwaltungsratsmitglieder von Aktiengesellschaften, die sich am Gesellschaftskapital zu einem Anteil von mindestens 3 % beteiligen, sowie
  • Hoteliers.

Rentensystem für die Angehörigen der freien Berufe (ehemals ETAA)

Das Rentensystem für die Angehörigen der freien Berufe wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der ETAA (Eniaio Tameio Anexartita Apascholoumenon), Versicherungskasse für unabhängig Beschäftigte verwaltet. Die ETAA war aus der mit dem Gesetz Nr. 3655/2008 verfügten Fusion der nachfolgenden Kassen hervorgegangen:

T(A)NRentenkasse für Rechtsanwälte und Notare
TSAYRentenkasse für die im Gesundheitswesen tätigen Personen
TSMEDERentenkasse der Bauingenieure und Bauunternehmer für öffentliche Bauarbeiten

Bei der ETAA waren damit insbesondere versichert:

  • Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte,
  • Justizbeamte,
  • Gerichtsvollzieher,
  • Notare,
  • Steuerberater,
  • Ärzte,
  • Apotheker,
  • Architekten,
  • Bauingenieure sowie
  • Vermessungsingenieure.

Rentensystem für die Beschäftigten der Medienbranche (ehemals ETAP-MME)

Das Rentensystem für die Beschäftigten in den Massenmedien wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der ETAP-MME (Eniaio Tameio Asfalisis Prosopikou sta Mesa Mazikis Enimerosis), Versicherungskasse für die Beschäftigten der Medienbranche verwaltet. Die ETAP-MME war aus der mit dem Gesetz Nr. 3655/2008 verfügten Fusion der nachfolgenden Kassen hervorgegangen:

TAISYTVersicherungskasse der Presseigentümer, Journalisten und Pressemitarbeiter
TATTAHVersicherungskasse der technischen Mitarbeiter der Presse von Athen und Thessaloniki
TSEYPTHRentenkasse der Zeitungsverkäufer und der Angestellten der Agenturen im Großraum von Thessaloniki
TSEYPAVersicherungskasse für die Mitarbeiter im Zeitschriftenhandel und der Presseagenturen
TSPEA-THRentenkasse für das Personal der Zeitungen von Athen und Thessaloniki

Bei der ETAP-MME waren damit bis 31.12.2016 insbesondere versichert:

  • Journalisten,
  • Herausgeber von Zeitungen,
  • Zeitungsverkäufer,
  • Techniker in Druckereien sowie
  • Mitarbeiter der Rundfunk- und Fernsehanstalten.

Rentensystem für die Beamten und ihnen gleichgestellte Personen (ehemals GLK und IKA)

Träger des Rentensystems für die Beamten und ihnen gleichgestellten Personen waren bis zu ihrer Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017

  • das dem Ministerium für Finanzen unterstellte Hauptrechnungsamt GLK (Geniko Logistirio tou Kratous) und
  • die IKA (Idryma Koinonikon Asfaliseon), Institut für Sozialversicherung - Direktion für Renten für Beschäftigte juristischer Personen des öffentlichen Rechts.

Die Pensionsabteilung des GLK war für die Verwaltung und die Auszahlung der Renten der Beamten im engeren Sinne zuständig. Hierzu zählten insbesondere:

  • Beamte der Regierung und des Parlaments,
  • Richter,
  • Beamte der Verwaltungsbezirke, Städte und Gemeinden,
  • Verwaltungsbeamte der Universitäten und technischen Lehranstalten,
  • Lehrer aller Stufen des staatlichen Bildungssystems (Lehrer, Kindergärtner, Lehrkräfte an Hochschulen),
  • Beamte bestimmter juristischer Personen des öffentlichen Rechts,
  • Angehörige der Streitkräfte,
  • Angehörige der Sicherheitskräfte und
  • Geistliche,

die ihren Dienst vor dem 01.01.2011 erstmalig aufgenommen hatten.

Die Direktion für Renten für Beschäftigte juristischer Personen des öffentlichen Rechts der IKA war für die Verwaltung und Auszahlung der Renten der den Beamten gleichgestellten Personen zuständig. Hierzu zählten beispielsweise:

  • das Personal der Sozialversicherungsträger,
  • die Mitarbeiter der nationalen Fremdenverkehrsorganisationen,
  • das Personal der Hafenkassen und
  • die Beschäftigten des Nationaltheaters,

sofern diese ihren Dienst erstmalig vor dem 01.01.2011 aufgenommen hatten.

Ab dem 01.01.2011 eingestellte Beamte und ihnen gleichgestellte Personen waren regelmäßig beim Hauptversicherungszweig der IKA-ETAM (vergleiche Abschnitt 2.1) pflichtversichert. Eine Versicherung beim GLK oder der Direktion für Renten für Beschäftigte juristischer Personen des öffentlichen Rechts der IKA war für diesen Personenkreis nicht mehr möglich.

Die bis zum 31.10.2010 eingestellten Beamten und ihnen gleichgestellte Personen konnten sich auf eigenen Wunsch beim Hauptversicherungszweig der IKA-ETAM pflichtversichern.

Rentensystem für Seeleute (ehemals NAT)

Das Rentensystem für Seeleute wurde bis zu seiner Eingliederung in die EFKA zum 01.01.2017 von der NAT (Naftiko Apomachiko Tameio), Rentenkasse der Seeleute verwaltet.

Die Rentenkasse für Seeleute versicherte bis 31.12.2016 folgende Personen:

  • als Seemann eingeschriebene Griechen,
  • als Seemann eingeschriebene Zyprer,
  • Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die auf einem unter griechischer Flagge fahrenden Schiff arbeiten, oder bei der NAT versicherte Ausländer.

Folgende griechische Seeleute waren bei der NAT pflichtversichert:

  • Personen, die zu der Mannschaft eines unter griechischer Flagge fahrenden Schiffes gehören.
  • Vorsitzende, Sekretärinnen und Kassierer rechtlich anerkannter und mindestens seit 10 Jahren bestehender seemännischer Einrichtungen oder deren rechtliche Vertreter während des Zeitraums der Vertretung.
  • Rechtliche Vertreter im In- oder Ausland der vorstehend genannten Einrichtungen der griechischen Seeleute in Griechenland, solange sie diese Einrichtung vertreten, jedoch nicht länger als 5 Jahre und soweit sie ein Patent oder Diplom über die nautische Befähigung besitzen und mindestens eine zehnjährige Tätigkeit auf dem Schiff nachweisen können.
  • Lotsenmeister und Lotsen sowie das Hilfspersonal von Lotsenstationen.
  • In den Häfen anderer Staaten beschäftigte Lotsen.
  • Seeleute, die sich an der Öffentlichen Schule der Handelsmarine weiterbilden während des Zeitraums dieser Weiterbildung.
  • Angestellte konsularischer Hafenkommandanturen, Professoren oder Studiendirektoren der Öffentlichen Schule der Handelsmarine, Kapitäne und Mitglieder der Besatzung der Schiffe der „THOA“ (Finanzpolizei zu Wasser), soweit sie tätig und als Seeleute eingeschrieben sind und bei der Handelsmarine mindestens eine zehnjährige „tatsächlich ausgeübte seemännische Tätigkeit“ nachweisen können.
  • Beim Ministerium oder dessen Dienststellen im öffentlichen oder privaten Rechtsverhältnis Beschäftige, soweit sie als Seeleute eingeschrieben sind und bei der Handelsmarine mindestens eine zehnjährige „tatsächlich ausgeübte seemännische Tätigkeit“ nachweisen können; dieser Zeitraum wird auf fünf Jahre begrenzt, wenn der betreffende Inhaber eines Kapitänspatents oder eines Ingenieur- oder Funkerdiploms erster Klasse der Handelsmarine ist.
  • Bei dem Ministerium unterstellten Organen im öffentlichen oder privaten Rechtsverhältnis Beschäftigte, soweit sie als Seeleute eingeschrieben sind und bei der Handelsmarine mindestens eine zehnjährige „tatsächlich ausgeübte seemännische Tätigkeit“ nachweisen können.
  • Chefkapitäne und Chefingenieure von Schifffahrtsunternehmen.
  • Kapitäne und Ingenieure erster Klasse, die in Schifffahrtsunternehmen tätig sind und nachweislich nur zu 2/3 ihrer Tätigkeit keinen anderen Beruf ausüben.
  • In Öffentlichen Schulen der Handelsmarine oder der Seemannsheime beschäftigte eingeschriebenen Seeleute, soweit sie mindestens eine zehnjährige „tatsächlich ausgeübte seemännische Tätigkeit“ auf Schiffen der Gruppe B gemäß Tabelle 1 Art. 16 des kodifizierten Gesetzes 792/78 nachweisen können.

Zusatzrentenversicherung

Die Zusatzrentenversicherung ist Teil der ersten Säule des griechischen Rentenversicherungssystems. Sie ist in der Regel für alle Arbeitnehmer und für Beamte obligatorisch. Für Selbständige besteht zum Teil ebenfalls Versicherungspflicht oder die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung. Die Versicherung in einer Zusatzversicherungskasse setzt immer die Versicherung im Zweig der Hauptrentenversicherung (vergleiche Abschnitt 2) voraus.

Die Zusatzrentenversicherung wird von folgenden Zusatzversicherungskassen durchgeführt:

  • ETEAEP (Einheitliche Zusatzversicherungs- und Pauschalleistungsanstalt)
  • MTPY (Zusatzkasse für Beamte)
  • EDOEAP (Einheitliche Organisation für Zusatzversicherung).

Das System der Zusatzrentenversicherung wird durch berufsgruppenspezifische Zusatzversicherungen ergänzt. Diese bilden die zweite Säule des griechischen Rentenversicherungssystems.

Vom Europarecht erfasste Systeme

Die Mitgliedstaaten geben in Erklärungen (siehe Art. 9 VO (EG) Nr. 883/2004) die Rechtsvorschriften und Systeme bekannt, für die das Europarecht entsprechend Art. 3 VO (EG) Nr. 883/2004 gelten soll.

In Bezug auf Griechenland wird aus dem Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung die EFKA (vergleiche Abschnitt 2) erfasst.

Die Träger der Zusatzrentenversicherung (vergleiche Abschnitt 3) fallen, soweit sie Teil der ersten Säule des griechischen Rentenversicherungssystems sind, ebenfalls unter den sachlichen Geltungsbereich des Europarechts. Dies ist für die deutsche Rentenversicherung jedoch in der Regel ohne Bedeutung. Denn eine Versicherung bei einer Zusatzversicherungskasse setzt immer eine parallele, für die Anwendung des Europarechts vorrangige, Versicherung im Zweig der Hauptrentenversicherung voraus, sodass die Versicherungszeiten in den Zusatzversicherungssystemen grundsätzlich parallel zu denen der EFKA liegen.

Zwischenstaatliches Verfahren

Die Zuständigkeit der griechischen Versicherungsträger im zwischenstaatlichen Verfahren hing bis zur Einrichtung der EFKA zum 01.01.2017 (vergleiche Abschnitt 2) davon ab, bei welchem Versicherungsträger der Versicherte Versicherungszeiten zurückgelegt oder behauptet hat. Mit der Einrichtung der EFKA und der Eingliederung der ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger ist eine umfassende Neuordnung des griechischen Rentensystems in Gang gesetzt worden, deren Abschluss insbesondere auch auf der Verwaltungsebene noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Für das zwischenstaatliche Verfahren behalten daher bis auf weiteres die bisherigen Anschriften und Zuständigkeiten der ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger weitestgehend ihre Gültigkeit. Änderungen bei der Zuständigkeit haben sich bislang lediglich im Verhältnis zur ehemaligen IKA-ETAM ergeben (vergleiche Abschnitt 5.1). Von der Änderung sind auch Vorgänge der ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger OAEE, ETAP-MME und ETAA betroffen, soweit diese über die ehemalige IKA-ETAM zu versenden sind (vergleiche Abschnitt 5.2).

Bei der Ermittlung der Zuständigkeit wird weiterhin in folgende Fallgruppen unterschieden:

  • Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM (vergleiche Abschnitt 5.1),
  • keine Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM (vergleiche Abschnitt 5.2).

Seit Oktober 2009 ist im Verkehr mit den griechischen Sozialversicherungsträgern die persönliche AMKA obligatorisch. Von der Pflicht, eine persönliche Versicherungsnummer zu beantragen, sind alle Personen betroffen, die in Griechenland direkt oder indirekt sozialversichert sind oder einer versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen oder eine solche aufzunehmen beabsichtigen. Die AMKA-Nummer enthält in den ersten 6 Stellen das Geburtsdatum, in den nächsten 4 Stellen eine Seriennummer (gerade Zahl bei Frauen, ungerade bei Männern) und in einer weiteren 11. Stelle eine Prüfziffer. Sie wird der EFKA (den ehemaligen Hauptrentenversicherungsträgern) immer mitgeteilt.

Für das zwischenstaatliche Verfahren sind neben der AMKA auch die von den ehemaligen Hauptrentenversicherungsträgern verwendeten internen Ordnungskennzeichen nach wie vor von Bedeutung. Es ist davon auszugehen, dass diese auch nach Eingliederung in EFKA weiterhin verwendet werden und ihre Gültigkeit behalten. Für den Schriftwechsel mit EFKA werden daher bis auf weiteres auch die nachfolgenden Ordnungskennzeichen der eingegliederten Hauptrentenversicherungsträger angegeben, sofern bekannt:

  • ehemals IKA-ETAM: Registriernummer (AM oder AMA)
  • ehemals OGA: Aktennummer, die unter dem Namen des Versicherten genannt wird.
  • ehemals GLK: Aktenzeichen, das aus dem Anfangsbuchstaben des Nachnamen und einer aufsteigenden Zahl zusammengesetzt ist.
  • ehemals IKA als Träger der Beamtenversorgung: Registriernummer und Aktennummer der Rentenakte.

Für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens bei der ehemaligen IKA-ETAM ist die Angabe der Registriernummer (AM oder AMA) unerlässlich. Es ist daher erforderlich, diese bei jeglichem Schriftwechsel mit anzugeben.

Personen, die eine griechische Rente beantragen wollen, müssen im Besitz der Steuernummer A.F.M. (Arithmo Forologiko Mitro) sein. Der Antrag zur Ausstellung einer Steuernummer wird unter Vorlage folgender Angaben und Dokumente beim zuständigen griechischen Finanzamt (DOY) gestellt:

  • vollständiger Vorname und Nachname, Vorname und Nachname des Vaters, Geburtsname der Mutter, Geburtsdatum, Geburtsort in Griechenland oder ausländisches Geburtsland;
  • Angaben gemäß der griechischen ID (Tautotita); Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit weisen sich mit dem Pass und einer Geburtsurkunde aus;
  • Staatsangehörigkeit, Beruf und Familienstand;
  • Vollständige Adresse.

Auch die Steuernummer A.F.M. der den Antrag stellenden Person - sofern bekannt - wird der EFKA mitgeteilt.

Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM

Hat der Versicherte griechische Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM (vergleiche Abschnitt 2.1) zurückgelegt oder behauptet, wurde das zwischenstaatliche Verfahren von den Trägern der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung bis 31.08.2017 bei der Abteilung für internationale Beziehungen der IKA-ETAM in Athen eingeleitet. Seit dem 01.09.2017 ist für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens folgende Dienststelle der EFKA zuständig:

EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea

Das Verfahren wird daher stets bei dieser EFKA-Dienststelle eingeleitet. Die weitere Bearbeitung des Antrages erfolgt dezentral durch eine der über das Land verteilten EFKA-Dienststellen der ehemaligen IKA-ETAM. Die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea ermittelt die jeweils für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens zuständige Dienststelle und leitet den Antrag an diese weiter. Sobald von der zuständigen Dienststelle ein Posteingang zu verzeichnen ist, wird der anschließende Schriftwechsel nur noch mit dieser Dienststelle geführt.

Hat der Versicherte seinen Wohnsitz in Griechenland und ausschließlich Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM zurückgelegt, wird das zwischenstaatliche Verfahren von der jeweils zuständigen EFKA-Dienststelle der ehemaligen IKA-ETAM eingeleitet. Das zwischenstaatliche Verfahren wird mit dieser Dienststelle direkt geführt. EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea wird nicht eingebunden.

Unabhängig von der beschriebenen dezentralen Bearbeitung der Anträge in den EFKA-Dienststellen ist die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea immer dann für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens zuständig, wenn der Versicherte neben Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM auch Versicherungszeiten bei mindestens einem weiteren ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger zurückgelegt oder behauptet hat. In diesem Fall übernimmt die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea die Koordination des Verwaltungsverfahrens. Dies umfasst insbesondere die Weiterleitung von Unterlagen und Schreiben der deutschen Träger an die EFKA-Dienststellen der anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger sowie die Erstellung des griechischen Gesamtversicherungsverlaufes auf dem Formblatt E205 GR beziehungsweise auf dem SED P5000 mit allen griechischen Versicherungszeiten.

Wurde in diesen Fällen das Rentenverfahren durch die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea beziehungsweise durch die deutschen Träger bei dieser eingeleitet, kann der (nachfolgende) Schriftwechsel mit den EFKA-Dienststellen der anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger (OGA, NAT oder Pensionsabteilung des GLK) direkt geführt werden. An die EFKA-Dienststellen der übrigen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger (ETAA, ETAP-MME und OAEE) gerichtete Schreiben werden hingegen stets über die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea versendet, da diese Dienststellen nicht immer über einen eigenen Übersetzungsdienst verfügen.

Keine Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM

Hat der Versicherte keine griechischen Versicherungszeiten bei der ehemaligen IKA-ETAM, jedoch Versicherungszeiten bei mindestens einem anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger zurückgelegt oder behauptet, gilt für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens Folgendes:

  • Versicherungszeiten zum ehemaligen Rentensystem für Arbeitnehmer und Selbständige in der Landwirtschaft (OGA)
    In den Fällen, in denen griechische Versicherungszeiten zur OGA und gegebenenfalls zu einem anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger behauptet wurden, wird das Rentenverfahren direkt von der ehemaligen Rentenabteilung der OGA beziehungsweise bei dieser eingeleitet. Die ehemalige Rentenabteilung der OGA koordiniert in diesem Fall das Verwaltungsverfahren mit den anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträgern. Dies umfasst insbesondere die Weiterleitung von Unterlagen und Schreiben der deutschen Träger an diese Träger sowie die Erstellung des griechischen Gesamtversicherungsverlaufes auf dem Formblatt E205 GR beziehungsweise auf dem SED P5000 mit allen griechischen Versicherungszeiten.
  • Keine Versicherungszeiten zum ehemaligen Rentensystem für Arbeitnehmer und Selbständige in der Landwirtschaft (OGA)
    Hat der Versicherte keine Versicherungszeiten bei der OGA, sondern bei mindestens einem anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträger zurückgelegt oder behauptet, ist in der Regel die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea für die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens zuständig. Lediglich in den Fällen, in denen Versicherungszeiten ausschließlich zur ehemaligen NAT oder zum GLK behauptet werden, wird das zwischenstaatliche Verfahren auch von der ehemaligen NAT (jetzt EFKA) beziehungsweise der ehemaligen Pensionsabteilung des GLK (jetzt EFKA) geführt.
    Obliegt der EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea die Durchführung des zwischenstaatlichen Verfahrens, übernimmt sie die Koordination des Verwaltungsverfahrens mit den anderen ehemaligen Hauptrentenversicherungsträgern. Dies umfasst insbesondere die Weiterleitung von Unterlagen und Schreiben der deutschen Träger an diese sowie die Erstellung des griechischen Gesamtversicherungsverlaufes auf dem Formblatt E205 GR beziehungsweise auf dem SED P5000 mit allen griechischen Versicherungszeiten.
    Wurde das Rentenverfahren durch die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea beziehungsweise durch die deutschen Träger bei der dieser eingeleitet, kann der (nachfolgende) Schriftwechsel mit der ehemaligen Pensionsabteilung des GLK und der ehemaligen NAT (jetzt jeweils EFKA) direkt geführt werden. An die übrigen ehemaligen Träger gerichtete Schreiben werden hingegen stets über die EFKA, B’ Perifereiako Ypokatastima Misthoton Attikis - Athinon - Kentrikou Tomea versendet.

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