R3.2.1  Mitaufnahme des Kindes in die Rehabilitationseinrichtung

Eine Mitnahme des Kindes ist möglich, wenn
 
die Voraussetzungen zur Erbringung einer Haushaltshilfe gegeben sind,
 
der gemeinsame Aufenthalt des Leistungsempfängers und des Kindes in der Rehabilitationseinrichtung möglich ist,
 
medizinische oder sonstige Gründe nicht entgegenstehen und durch die Mitnahme der voraussichtliche Erfolg der Leistung nicht gefährdet wird.
Bei Erfüllung dieser Voraussetzungen werden die Kosten für die Unterbringung und Betreuung des Kindes bis zu einem täglichen Höchstbetrag von 2,5 Prozent der sich aus § 18 Abs. 1 SGB IV ergebenden monatlichen Bezugsgröße übernommen. Mit diesem Betrag sind alle Aufwendungen abgegolten.
Werden mehrere Kinder mit in die Rehabilitationseinrichtung genommen, sind im Rahmen der Haushaltshilfe die anfallenden Kosten für jedes Kind gesondert zu übernehmen. Neben der Mitnahme eines Kindes kann bei Erfüllung der Voraussetzungen für weitere Kinder ein Anspruch auf Haushaltshilfe beziehungsweise Kinderbetreuungskosten entstehen.
Die Reisekosten für Kinder, deren Mitnahme an den Rehabilitationsort erforderlich ist, weil ihre anderweitige Betreuung nicht sichergestellt ist, werden nach § 73 Abs. 1 SGB IX übernommen.
Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht nur für den Rehabilitanden selbst. Mitgenommene Kinder sind dagegen nicht unfallversichert (AGDR 2/2000, TOP 4).
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