R3.2  Unterbringung des Kindes außerhalb des eigenen Haushaltes

Bei Unterbringung des Kindes in einer Kinderkrippe, Kindertagesstätte, bei Verwandten oder Verschwägerten ab dem 3. Grad oder bei Bekannten/Nachbarn sind die Aufwendungen bis zu dem Betrag zu erstatten, den die Rentenversicherung für eine selbstbeschaffte Ersatzkraft aufgewendet hätte (siehe Abschnitt 3.1.2).
Wurde das Kind bisher schon in einer Kinderkrippe, Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter oder dergleichen betreut und muss die tägliche Betreuungszeit wegen der Teilnahme an der Leistung verlängert werden, so können nur die angefallenen Mehrkosten erstattet werden, höchstens jedoch der Betrag, der für eine selbstbeschaffte Ersatzkraft gezahlt würde (siehe Abschnitt 3.1.2).
Wird das Kind für die gesamte Dauer der Leistung außerhalb des eigenen Haushalts untergebracht, sind auch die Kosten für die arbeitsfreien Tage der im Haushalt verbleibenden Person zu übernehmen. Dies gilt auch dann, wenn die Unterbringung des Kindes in der Nähe des Elternhauses erfolgt und die Betreuung durch die Bezugsperson an arbeitsfreien Tagen möglich wäre. Ein kurzzeitiger Wechsel in der Kindesbetreuung ist aus psychologischen Gründen nicht zuzumuten.
Überschreiten die Aufwendungen beispielsweise für die auswärtige (Heim-)Unterbringung den für die Rentenversicherung vorgesehenen Höchstbetrag, so können die tatsächlichen Kosten im Ausnahmefall übernommen werden. Maßgebend sind die Umstände des Einzelfalles.
Das gilt auch für Mehraufwendungen, die dadurch entstehen, dass mehrere Kinder in verschiedenen Haushalten oder dergleichen untergebracht werden müssen. In diesem Falle können die Kosten für jedes Kind bis zum vorgesehenen Höchstbetrag erstattet werden.
Nicht erstattungsfähig sind Verpflegungskosten für das Kind, da diese auch unabhängig von der Leistung zur Teilhabe anfallen.
Ist das Kind bei Verwandten oder Verschwägerten bis zum 2. Grad untergebracht, gelten die Ausführungen im Abschnitt 3.1.1.
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