R3.1.2  Die Ersatzkraft ist mit dem Leistungsempfänger nicht bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert

Sind Leistungsempfänger mit der Ersatzkraft weder bis zum 2. Grad verwandt noch verschwägert, werden Vergütungen für den Einsatz bis zu einem täglichen Höchstbetrag von 2,5 % der sich aus § 18 Abs. 1 SGB IV ergebenden monatlichen Bezugsgröße, auf- oder abgerundet auf den nächsten geraden Euro-Betrag, erstattet. Bei der Ermittlung des zu erstattenden Höchstbetrages gilt bundesweit die Bezugsgröße nach § 18 Absatz 1 SGB IV (AGDR 4/2001, TOP 7).
Die Beträge sind der GRA 'Aktuelle Werte - Haushaltshilfe’ zu entnehmen.
Bei einem weniger als acht Stunden täglich umfassenden Einsatz der Ersatzkraft ist als Höchstbetrag je Stunde ein Betrag von 1/8 des täglichen Höchstbetrages zugrunde zu legen. Bei angebrochenen Stunden/Teilstunden ist der Stundensatz entsprechend zu mindern (AGDR 3/2007, TOP 5).
Siehe Beispiel 5
Mit den genannten Höchstbeträgen sind alle anfallenden Aufwendungen, einschließlich etwa entstehender Fahrkosten, abgegolten.
Werden Kosten für mehr als acht Stunden, gegebenenfalls auch für eine ganztägige beziehungsweise 24-stündige Betreuung geltend gemacht, so kann - je nach den Umständen des Einzelfalles - der Höchstbetrag je Einsatztag überschritten werden, sofern die tatsächlichen Aufwendungen diesen Betrag übersteigen.
Sofern Verdienstausfall geltend gemacht wird, gelten die Regelungen der "Gemeinsamen Grundsätze der Rentenversicherungsträger zur Regelung des Verdienstausfalls" nach Abschnitt 3.1.1.
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