R1  Inhalt der Regelung

Haushaltshilfe und Kinderbetreuungskosten sind Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die ergänzend zu den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht werden (§ 64 SGB IX). Die Leistungen nach §§ 14 (Prävention) und 15a (Kinderrehabilitation) sowie 17 (Nachsorge) SGB VI werden ebenfalls durch die Leistungen des § 74 SGB IX ergänzt.
Obwohl die Haushaltshilfe eine Sachleistung ist, stellen die Rentenversicherungsträger keine eigenen Haushaltshilfekräfte zur Verfügung. Stattdessen werden die erstattungsfähigen Aufwendungen übernommen, die dem Leistungsempfänger für eine selbstbeschaffte Haushaltshilfekraft entstehen. Die Auswahl der Hilfskraft bleibt dabei grundsätzlich dem Leistungsempfänger überlassen. Es können zum Beispiel private Personen oder professionelle Kräfte in Anspruch genommen werden.
Haushaltshilfe ist auch in Form eines Persönlichen Budgets möglich.
Absatz 1 bestimmt die Voraussetzungen für Haushaltshilfe.
Absatz 2 ermöglicht die Übernahme der Kosten für die Mitnahme eines Kindes in die Rehabilitationseinrichtung oder eine anderweitige Unterbringung.
Absatz 3 regelt die Übernahme von Kosten für die Betreuung der Kinder (Kinderbetreuungskosten).
Absatz 4 enthält Sonderregelungen für die landwirtschaftliche Alterskasse und die landwirtschaftliche Krankenkasse.
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