R7.2  Polen

 
Gesetzliche Wehrpflicht
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bis 05/1950
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Kriegsmarine 27 Monate
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Kavallerie und berittene Artillerie 25 Monate
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sonstige Truppengattungen 24 Monate
Der Grundwehrdienst konnte unter Umständen bis um maximal 12 Monate verlängert werden.
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06/1950 bis 04/1959
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Landstreitkräfte 24 Monate
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Kriegsmarine 36 Monate
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Luftstreitkräfte und fliegende Einheiten anderer Truppengattungen 36 Monate
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Luftabwehrstreitkräfte 24 Monate
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Streitkräfte des Inneren 27 Monate
Der Grundwehrdienst konnte unter Umständen bis um 3 Monate verlängert werden. (Er konnte auch als Territorialwehrdienst zeitlich gestaffelt innerhalb von 4 Jahren abgeleistet werden:
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1. Jahr: 4 Monate
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2. bis 4. Jahr: je 2 Monate)
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05/1959 bis 11/1967
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Landstreitkräfte 24 Monate
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Luftstreitkräfte und Luftabwehr 24 Monate
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schwimmende Einheiten der Kriegsmarine und der Streitkräfte des Inneren 36 Monate
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Küsteneinheiten der Kriegsmarine 24 Monate
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Streitkräfte des Innern 24 Monate
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Raketeneinheiten, funktechnische Einheiten und Flugmechaniker bei anderen Einheiten 36 Monate
Der Grundwehrdienst konnte unter Umständen bis um 3 Monate verlängert werden.
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12/1967 bis 08/1981
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schwimmende, Raketen- und funktechnische Einheiten 36 Monate
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andere Einheiten 24 Monate
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09/1981 bis 12/1987
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schwimmende Einheiten 39 Monate
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andere Einheiten 27 Monate
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Einheiten der Territorialverteidigung mit Schulungs- und Produktionsaufgaben 25 Monate
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Verteidigungseinheiten 25 Monate
Die Dauer des Grundwehrdienstes ist im Laufe der Zeit um 3 Monate verlängert worden.
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01/1988 bis 09/1990
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Einheiten der Territorialverteidigung mit Schulungs- und Produktionsaufgaben 22 Monate
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Verteidigungseinheiten 22 Monate
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andere Einheiten 24 Monate
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10/1990 bis 12/1991
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schwimmende Einheiten der Kriegsmarine 24 Monate
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andere Einheiten 18 Monate
Die Verkürzung des Grundwehrdienstes von 24 Monate auf 18 Monate erfolgte schrittweise.
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01/1992 bis laufend
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alle Einheiten 18 Monate
 
Ersatzdienst
Seit 12.03.1948 bestand der sogenannte "Dienst für Polen" (S?uzba Polsce). Dienstpflichtig waren alle polnischen Bürger beiderlei Geschlechts von 16 bis 21 Jahren sowie alle Personen bis zum 30. Lebensjahr, die den gesetzlichen Grundwehrdienst noch nicht abgeleistet hatten. Die Dauer des Dienstes umfasste bei Personen im wehrpflichtigen Alter höchstens den Umfang des gesetzlichen Grundwehrdienstes, für Personen im vorwehrpflichtigen Alter höchstens 6 Monate.
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Zugehörigkeit in der Zeit vom 12.03.1948 bis 27.05.1950
Im Umfang der genannten Höchstdauer liegt eine Zeit gemäß § 15 Abs. 3 S. 2 FRG vor, weil der "Dienst für Polen" den gesetzlichen Grundwehrdienst verkürzen konnte.
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Zugehörigkeit am 28.05.1950
Neben der Zeit bis 27.05.1950 liegt auch ab 28.05.1950 bis zum Ende der gesetzlichen Grundwehrdienstpflicht eine Zeit gemäß § 15 Abs. 3 S. 2 FRG vor, weil diese Personen als Soldaten galten.
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Zugehörigkeit ab 29.05.1950
Es liegt keine Zeit gemäß § 15 Abs. 3 S. 2 FRG vor, weil der Dienst nicht in Erfüllung der Wehrpflicht abgeleistet wurde.
Da Frauen nicht grundsätzlich von der Wehrpflicht ausgenommen waren, kommt auch für weiblich Dienstpflichtige eine Anrechnung in Betracht.
Insbesondere zu Beginn der 1950er Jahre wurde der Wehrdienst zum Teil in Baubrigaden und Bergbaubrigaden abgeleistet. Dieser - häufig als Wehrersatzdienst bezeichnete - Dienst ist als gesetzlicher Wehrdienst anzusehen. Nur bei einer "freiwilligen" Arbeitsverpflichtung vor der Einberufung, mit der der Wehrdienst vermieden werden konnte, liegen "normale" versicherungspflichtige Beschäftigungen vor.
Ein offizieller Wehrersatzdienst wurde zum 01.09.1979 eingeführt. Die Dauer beträgt:
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von 1979 bis 1987 24 Monate
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von 1988 bis 1991 36 Monate
für Hochschulabsolventen 24 Monate
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von 1992 bis laufend 24 Monate
für Hochschulabsolventen 9 Monate
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